Am 21. April 2026 tauschte sich die NEEÖ mit Abg. z. NR Wolfgang Moitzi über aktuelle Herausforderungen im Schienengüterverkehr sowie notwendige Verbesserungen bei Grenzverkehren, der Trassenverfügbarkeit und fairen Wettbewerbsbedingungen aus.

 

Austausch zu Grenzverkehren, Trassenverfügbarkeit und fairen Rahmenbedingungen

Ende April 2026 fand im Parlament ein Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der NEEÖ und Abg. z. NR Wolfgang Moitzi, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, SPÖ, statt. Seitens der NEEÖ nahmen Heinrich Juritsch, Guido Pfister und Georg Pammer teil. Ebenfalls anwesend war Manuel Kobald, parlamentarischer Mitarbeiter von Abg. Moitzi.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Herausforderungen im Schienengüterverkehr, insbesondere die Auswirkungen der deutschen Generalsanierungen, damit verbundene Streckensperren sowie die daraus entstehenden Umleitungsverkehre. Die NEEÖ wies darauf hin, dass diese Entwicklungen bereits heute erhebliche operative Auswirkungen auf grenzüberschreitende Verkehre haben.

Ein zentrales Anliegen der NEEÖ war die Bedeutung praxistauglicher Lösungen an den Grenzen. Schienengüterverkehr in Österreich findet in hohem Ausmaß international statt; daher wirken sich Hürden beim Grenzübertritt unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems aus. Angesprochen wurden unter anderem Vereinfachungen bei der Zufahrt zu Grenzbahnhöfen, wie sie bereits im Masterplan Güterverkehr 2030 vorgesehen sind.

Auch die Ausbildung von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern für Fahrten im Nachbarland wurde thematisiert. Aus Sicht der NEEÖ könnte eine kombinierte Ausbildung auf Basis eines Behördenübereinkommens deutliche Entlastungen bringen und lange Ausfallzeiten sowie zusätzliche Kosten reduzieren.

Weitere Gesprächspunkte waren die Trassenverfügbarkeit in Österreich, mögliche künftige Stornierungskosten, die Bedeutung der KLV-Förderung, Abfalltransporte sowie die von der NEEÖ geplante Studie zum Vergleich Schiene-Straße und zu Handlungsmöglichkeiten für ein faires „Level Playing Field“.

Abg. Moitzi zeigte großes Interesse an den eingebrachten Anliegen und sagte zu, diese Themen in seinen Gesprächen mit dem zuständigen Minister anzusprechen. Eine Fortsetzung des Austauschs ist in etwa zwei Monaten geplant.

 

Bild: Teilnehmer des Austauschs im Parlament. Personen am Foto von li. Nach re.: Georg Pammer, Manuel Kobald, Abg. z. NR Wolfgang Moitzi, Heinrich Juritsch